Diese Seite bietet eine kuratierte Liste wissenschaftlicher Studien zur hyperbaren Sauerstofftherapie (HBOT).
Diese bahnbrechende Studie untersuchte, ob hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) zwei Schlüsselmarker des zellulären Alterns beeinflussen könnte - Telomerlänge und zelluläre Seneszenz - bei gesunden älteren Erwachsenen. Fünfunddreißig selbständig lebende Erwachsene (64+ Jahre) unterzogen sich 60 täglichen HBOT-Sitzungen. Blutproben wurden zu verschiedenen Zeitpunkten gesammelt, um Veränderungen zu messen.
Die Ergebnisse waren bemerkenswert: Die Telomerlänge in Immunzellen nahm nach HBOT signifikant zu (über 20%), wobei B-Zellen die dramatischste Verbesserung zeigten (bis zu 37,63%). Zusätzlich gab es eine signifikante Abnahme seneszenter Immunzellen, wobei T-Helferzellen um 37,30% und zytotoxische T-Zellen um 10,96% abnahmen.
Diese Befunde deuten darauf hin, dass HBOT möglicherweise signifikante senolytische (seneszente Zellen eliminierende) Effekte haben und potenziell Aspekte des zellulären Alterns bei älteren Erwachsenen umkehren könnte.
Volltext-StudieDiese Studie untersuchte, ob hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) die kognitive Funktion bei gesunden älteren Erwachsenen verbessern könnte. Viele Menschen über 60 sorgen sich wegen kognitiven Abbaus, was diese Forschung besonders relevant macht.
In dieser dreimonatigen randomisierten kontrollierten Studie wurden 63 gesunde Erwachsene über 64 Jahre entweder der HBOT-Behandlung (33 Teilnehmer) oder der Kontrollgruppe (30 Teilnehmer) zugeordnet. Forscher maßen die kognitive Funktion und verwendeten spezialisierte MRT-Bildgebung zur Beurteilung des zerebralen Blutflusses.
Die Ergebnisse zeigten signifikante Verbesserungen der allgemeinen kognitiven Funktion in der HBOT-Gruppe im Vergleich zu den Kontrollpersonen. Die bemerkenswertesten Verbesserungen waren in Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit - Fähigkeiten, die typischerweise mit dem Alter abnehmen.
Gehirnbildgebung zeigte erhöhten Blutfluss in mehreren wichtigen Gehirnregionen in der HBOT-Gruppe, einschließlich Bereichen, die für höheres Denken, motorische Planung und Informationsverarbeitung verantwortlich sind.
Diese Studie deutet darauf hin, dass HBOT effektiv kognitive Fähigkeiten bei gesunden älteren Erwachsenen verbessern kann, indem es den Blutfluss zu wichtigen Gehirnregionen verbessert und möglicherweise einen neuen Ansatz zur Unterstützung der Gehirngesundheit während des Alterns bietet.
Volltext-StudieDiese wichtige Studie untersuchte, ob hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) ägyptischen Kindern mit Autismus helfen könnte, indem sie den Blutfluss zu ihren Gehirnen verbessert.
Forscher haben festgestellt, dass viele Kinder mit Autismus einen reduzierten Blutfluss zu bestimmten Gehirnregionen, Entzündungen sowohl im Gehirn als auch im Darm, Unregelmäßigkeiten des Immunsystems, erhöhten oxidativen Stress und Neurotransmitter-Anomalien haben. Einige dieser Probleme, insbesondere reduzierter Gehirnblutfluss, wurden mit häufigen Autismus-Symptomen wie repetitiven Verhaltensweisen und Kommunikationsschwierigkeiten in Verbindung gebracht.
In dieser Studie erhielten 20 Kinder mit Autismus-Diagnose mindestens 20 HBOT-Sitzungen. Während jeder 60-90-minütigen Sitzung atmeten die Kinder 100% Sauerstoff bei erhöhtem Druck (1,5-fach des normalen atmosphärischen Drucks) in einer speziellen Kammer. Für sechs der Kinder wurden Gehirn-Perfusions-MRT-Scans vor und nach der Behandlung durchgeführt, um Veränderungen im Blutfluss zu messen.
Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Zunahme des Blutflusses zu verschiedenen Gehirnregionen nach HBOT-Behandlung. Die Forscher schlossen, dass HBOT-Therapie für Kinder mit Autismus vorteilhaft zu sein scheint und bemerkten Verbesserungen in Sprachfähigkeiten, Bewusstsein, Verhalten und sozialer Interaktion.
Dies deutet darauf hin, dass HBOT durch die Behandlung des zugrundeliegenden Problems des reduzierten Gehirnblutflusses dazu beitragen kann, mehrere Symptome im Zusammenhang mit Autismus-Spektrum-Störungen zu lindern.
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